Chemnitz feiert 20 Jahre Rückbenennung

Im Juni 2010 ist die Rückbenennung von Karl-Marx-Stadt in Chemnitz genau 20 Jahre her. Durch einen Bürgerentscheid im April 1990 sprach sich die Mehrheit der Bevölkerung für den früheren Stadtnamen Chemnitz aus! Daraufhin beschloss die Stadtverordnetenversammlung am 1. Juni 1990 mit großer Mehrheit die Rückbenennung. Seit diesem Tag trägt die Stadt wieder ihren historischen Namen Chemnitz. In diesem Jahr feiert Chemnitz das 20jährige Jubiläum seiner Rückbenennung!

HIER kannst du dein Statement zur Rückbenennung von Chemnitz schreiben!

 

Meinungsumfrage zu 20 Jahre Rückbenennung in Chemnitz

Wenn heute Abstimmung über die Stadtnamen „Chemnitz“ oder „Karl-Marx-Stadt“ wäre, für welchen würdest du stimmen?
 


Statements:

Theresa Seifert sagt:

"Ich bin dafür, dass eine neue Zeit mit einem neuen/alten Namen eingeleutet werden sollte. Das hat Chemnitz mit seiner Rückbenennung getan. Die Zeit des Kommunismus ist endgültig vorbei! Chemnitz hat eine Ideologie abgestreift, die nie Teil der Identität von Chemnitz war. Warum der Vergangenheit, die so rosig nicht war, nachtrauern? Die Menschen sollen endlich aufhören, sich an der Bronzebüste eines toten Idealisten festzukrallen. Chemnitz hat eine bessere Zukunft vor sich. Unsere Stadt hat mehr zu bieten, als nur die größte Portraiplastik der Welt. Ich hoffe Chemnitz steht endlich zu sich selbst als eine Stadt mit Köpfchen, aber ohne holen Kopf."

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Markus Wutzler, 35 Jahre, Erzieher sagt:

"Ich denke, dass es vor 20 Jahren wirklich an der Zeit war, das unsere Stadt wieder ihren eigentlichen Namen Chemnitz zurückbekam. Als geborener Karl-Marx-Städter - damals 15 jährig - empfand ich es als befreiend, wieder Chemnitzer sein zu dürfen. Auch heute nach 20 Jahren habe ich meine Meinung nicht geändert und wünsche mir Karl-Marx-Stadt nicht zurück!!!"

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Markus Stockmann, 34 Jahre sagt:

"Ich bin dankbar, als geborener K-M-Städter seit 20 Jahren wieder in Chemnitz leben zu können. Einer Stadt mit Geschichte, Wurzeln, Zukunft und einer großartigen Berufung von Gott. Noch dem Ende des sozialistischen Experimentes haben sich die Chemnitzer in der Freiheit wieder für diesen wunderbaren Namen entschieden."

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Andreas Schulz, 41 Jahre sagt:

"Auch ich habe 1990 voller Überzeugung für den wirklichen Namen meiner Stadt: "Chemnitz" gestimmt. Die Rückbenennung haben übrigens die Chemnitzer selbst beschlossen und nicht die damaligen Abgeordneten des Stadtparlamentes. Zum 40. Jahrestag der Rückbenennung, also in weiteren 20 Jahren, wünsche ich mir folgendes. Da möchte ich auf eine familienfreundliche Stadt mit Wohlstand und Zufriedenheit für alle Bewohner zurückblicken können. Der Alterdurchschnitt der dann hoffentlich wieder über 300000 Einwohner sollte bei 39 Jahren liegen. Gewünschte Vollbeschäftigung in Industrie, Handel und Handwerk mit den besten Einkommen in Deutschland. Der Westen sollte sich dann am hohen Chemnitz-Tariflohn orientieren. Jeder Absolvent der Uni und jeder hier ausgebildete Lehrling kann und will in Chemnitz eine hervorragende Berufsperspektive vorfinden. Auch über 60-jährige werden im Berufsleben gebraucht und hoch geschätzt. Mütter mit Kindern erhalten in Chemnitz bis zum 10. Geburtstag! des jü ngsten Kindes ein monatliches Familienerziehungseinkommen in der Höhe eines Monatsgehaltes von Grundschullehrern. Familien, die darauf verzichten können oder wollen, spenden dieses kommunalen Kinder- und Jugendfreizeitclubs. Damit finanzieren sie kostenlose Freizeitangebote einschließlich deren Personal. Studium und Berufsausbildung sind in Chemnitz kostenfrei für alle. Gesamtschule bis zur sechsten Klasse, Mittelschule und Gymnasium ab Klasse 7. Kein Schulweg darf länger als 15 Minuten beanspruchen! Unter anderem so möchte dann 2030 auf die vergangenen 20 Jahre zurückblicken können. Und Sie?"

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Mathias Ebersbach sagt:

"Als jüngster Stadtrat, im ersten frei gewählten Stadtparlament nach der politischen Wende 89/90, hatte ich das Vorrecht, mit meiner Stimme unserer Stadt wieder ihren alten Namen zurückzugeben. Meine Entscheidung fusste auf dem klaren Votum des Bürgerentscheides und meiner eigenen Überzeugung, dass diese Stadt wieder ihren traditionsreichen Namen zurückerhalten musste."

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Johannes Hofmann sagt:

"Mein Vater wurde 1928 in Chemnitz geboren und wuchs in einem Vorort auf (heute eingemeindet).
Als Jugendlicher mußte er miterleben, wie seine Stadt durch die Bombenangriffe vom 5. März 1945 ein Opfer der Flammen wurde. In der Zeit sozialistischer Diktatur setzte er sich für Meinungsfreiheit und demokratische Grundverständnisse ein. Die Rückbenennung seiner Heimatstadt hat er nicht mehr erlebt. Es wäre ihm ein Herzensanliegen gewesen. P.S. Was hat Karl Marx mit Chemnitz zu schaffen? Das wäre doch eher ein Fall für Trier!"

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Klaus Rudolph, 67 Jahre, Jugendarbeiter sagt:

"Chemnitz hat christliche Wurzeln. Benediktienermönche zogen im 12 Jhh. tiefe Furchen des Glaubens in das ungerodete Land und in die Herzen der ersten Siedler. Sie benannten die entstehende Stadt nach dem "Steinbach" bömisch kamjenica, der bis heute durch die Stadt fließt. Eine politisch verblendete Partei gab der Stadt den Namen von Karl-Marx. Dem großen Kommunistenführer wird das wohl selber im Grab noch peinlich gewesen sein: Was hatte er mit dieser Stadt zu tun? Aber die Wurzeln sind stärker und so ist im Denken und im Herzen der Menschen die Stadt immer "Chamtz" gewesen und geblieben. Gott sei Dank."

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